Stromspiele

Elektrisierende Spiele mit Strom

Bei der erotischen Elektrostimulation (auch bekannt als E-Stim oder Elektrosex) werden niederfrequente Wechselströme zur sexuellen Stimulation eingesetzt. Die Geschichte der erotischen Elektrostimulation, die sich aus der medizinischen Reizstromtechnik entwickelte, lässt sich bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen. Zu dieser Zeit kam in den USA ein Gerät namens Relaxacisor auf den Markt, das als „passives Trainingsgerät“ beworben wurde und zur Muskelstimulation durch elektrische Ströme diente. Die damaligen Konstruktionen waren von unseren modernen Geräten natürlich weit entfernt und überzeugten zudem nicht gerade durch ein sexy Design.

Wie funktioniert die Elektrostimulation eigentlich?

Die klassische Reizstrom-Therapie beruht auf dem natürlichen, körpereigenen System der Informationsübermittlung. Sowohl positive, als auch negative Empfindungen (wie Schmerzen) gelangen über das gleiche Nervensystem zum Gehirn. Dabei hat man festgestellt, dass angenehme Empfindungen auf schnelleren Nervenbahnen laufen, als negative. Wenn also die sanften elektrischen Impulse, derer sich die Reizstrom-Therapie bedient, im Rückenmark ankommen, ist für die Schmerzinformation bereits kein Platz mehr sie kann vom Gehirn nicht länger verarbeitet werden. Darüber hinaus bewirkt der Reizstrom, dass körpereigene Glückshormone, so genannte Endorphine, ausgeschüttet werden. Je nach stärke des Impulses kann die Elektrostimulation entweder zur Belohnung oder zur Bestrafung eingesetzt werden. Bei den E-Stim Sets kann, je nach gewünschtem Effekt, zwischen den unterschiedlichen Impulsfrequenzen und Impulsbreiten gewechselt werden. Durch das Variieren von Intensität und Impulsbreite ist es möglich, unterschiedliche Nervengruppen zu stimulieren.

Was bedeutet bei Reizstromgeräten die "Impulsfrequenz"?

Man kann über den "PULSE"- oder "Hz"-Drehregler bzw. -taster die Impulsfrequenz einstellen. Die Hertz-Zahl gibt an, in welchem Abstand die Impulse an die Elektrode und somit an die Haut abgegeben werden. Dies kann ein langsames Klopfen (10 Hz), ein schnelles Rattern (50 Hz) oder ein Kribbeln (ab 80 Hz) sein.

Was bedeutet bei Reizstromgeräten die "Impulsbreite"?

Über den Drehregler bzw. Taster mit der Beschriftung "WIDTH" die sogenannte Impulsbreite einstellen. Diese gibt an, wie lang ein Impuls dauert. Dadurch bekommt man z.B. einen Effekt, dass die Intensität des Strom rhythmisch ansteigt.

Sicherheit

Die modernen Elektrostimulationsgeräte sind sorgfältig geprüft und können ohne Bedenken angewendet werden. Allerdings sollte man sich unbedingt vorher mit der Bedienung vertraut machen. Auf keinen Fall dürfen Geräte aus dem Eigenbau oder Artikel ohne Prüfzeichen verwendet werden. Das Risiko einer elektrischen Verletzung erhöht sich durch die Verwendung ungeeigneten Elektrodenmaterials oder durch mangelhaften Kontakt.

Die Elektrostimulation ist nicht geeignet für:

  • Träger von Herzschrittmachern oder anderen elektrischen Implantaten wie Insulinpumpen o. ä.
  • Herzpatienten; insbesondere Infarktgefährdete Personen
  • Personen mit Herzrhythmusstörungen
  • Schlaganfallpatienten
  • an Epilepsie leidende Menschen
  • Menschen mit Muskelerkrankungen wie Muskelhypertonie und Krampfneigung

Strömungen durch lebenswichtige Organe sind hochgradig gefährlich aus diesem Grund muss immer darauf geachtet werden, dass der zugeführte Strom niemals durch das Herz fließen kann.

Vorsicht ist auch bei Blähungen geboten, wenn E-Stim Plugs oder Dildos anal eingeführt werden. Die Gase sammeln sich dann im Enddarm und können meist nicht entweichen. Die Folge ist, dass der Kontakt zwischen dem Plug/Dildo und der Darmschleimhaut stellenweise unterbrochen wird. Dies führt dann auch bei geringerer Intensität zu starken Schmerzen und kann bei höheren Stromstärken sogar Verbrennungen im Enddarm verursachen.

Grundsätzlich gilt:

  • Niemals den Strom durch die Brust fließen lassen, auch wenn dies in einigen Anleitungen im Internet beschrieben wird. Die Anwendung von beiden Elektroden eines Kanals an einer Brustwarze ist unbedenklich
  • Bei der Verwendung oberhalb (z.B. an Arm oder Hand) die Elektroden nur auf einer Seite des Körpers anbringen.
  • Der Kopf ist grundsätzlich tabu! Das Gehirn reagiert äußerst empfindlich auf Störungen durch elektrischen Strom. Die Folge können lebensgefährliche epileptische Anfälle sein, und zwar auch bei Personen, die dafür nicht anfällig sind.
  • Bei gesunden Menschen ist die elektrische Stimulation der Genitalien zwar ungefährlich, wenn aber Vorerkrankungen bekannt sind, ist es aber in jedem Falle Sache des behandelnden Arztes, dies abzuklären.

Was an Nebenwirkungen auftreten kann:

  • Taubheitsgefühl an den betroffenen Stellen für 1-2 Std.
  • Hautrötungen
  • leichte Verbrennungen wie bei einem Sonnenbrand

Elektroden zum Einführen

p>Elektroden, die in Körperöffnungen eingeführt werden, eignen sich hervorragend für erregende Stimulationen bis zum Orgasmus. Es gibt sie unter anderem in Form von Dildos für den analen oder vaginalen Gebrauch, als klassische Butt-Plugs, Dilatoren und Liebeskugeln. Die E-Stim Toys werden entweder durch ein externes Gerät mit Strom versorgt oder der Stromfluss lässt sich durch ein Bedienfeld, das sich direkt am E-Stim-Toy selbst befindet, steuern.

Außenelektroden

Speziell für Männer gibt es Elektroden, die um den Penis oder den Hodensack gelegt werden. Eichel- und Penisringe werden aus Metall oder leitfähigem Silikon hergestellt. Sie werden über die Eichel geschoben oder um den Penis gelegt. Mit einem Penisring lässt sich die Reizung auf den Penis begrenzen, was den Vorteil hat, dass auch bei höheren Stromstärken die Hoden nicht von Strom durchflossen werden und schmerzen.

Schlaufen für die Eichel oder das Skrotum sind ebenfalls uneingeschränkt zu empfehlen. Sie haben den großen Vorteil, dass man sie sehr leicht anlegen, in der Weite individuell anpassen und auch bei voller Erektion leicht abnehmen kann. Sie sind meist aus leitfähigem Silikon.

Für Liebhaber von Keuschheitsspielen gibt es sogar Elektro-Peniskäfige (ein Keuschheitsgeschirr für den Mann) mit herausnehmbaren Elektroden.

Gleitgel

Am besten eignet sich Gleitgel auf Wasserbasis. öl oder Creme als Ersatz für Gleitgel, sowie Gleitmittel auf Silikonbasis sind nicht zu empfehlen, da sie kein Wasser mit freien Ionen enthalten und daher auch nicht leitfähig sind.

Klebe- Haft- und Dauerelektroden

Selbstklebende Elekroden sind nur bedingt geeignet, da sie teilweise bei Schweiß nicht mehr richtig haften und häufig auch nur für den einmaligen Gebrauch sind. Empfehlenswert sind so genannte Dauerelektroden, die mit Elektrodenkleber angebracht werden.

Hygiene

Innenelektroden sollten immer peinlich sauber gehalten werden und sicherheitshalber vor und nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden.

Zur Reinigung von Dildos, Liebeskugeln und Co. Eignen sich Desinfektionstücher, Dilatatoren sollte man allerdings lieber sterilisieren.

Geeignete Zonen

beim Mann:

  • die Eichel und der Eichelkranz
  • der Penisschaft
  • die Peniswurzel
  • der Hodensack direkt über den Hoden
  • der Dammbereich - also der Bereich zwischen Anus und Hodensack
  • der Schließmuskel
  • die Prostata
  • Pobacken und Innenseite der Oberschenkel

Die Eichel und der Eichelkranz sind besonders empfindlich. Hier kann man ziemlich schnell zum Orgasmus kommen. Am voll erigierten Penis wird übrigens der Strom meist stärker empfunden. Das liegt aber auch daran, dass die meisten Elektroden ringförmig sind deshalb erst mit der Erektion vollen Kontakt haben. Am übergang vom Penisschaft zum Hodensack ist die Haut besonders empfindlich. Hier kann es, besonders mit kleinen Elektroden, leicht zu brennenden Schmerzen kommen. Größere Elektroden verteilen den Strom weiträumiger. Das Gefühl wird dumpfer und durchdringt das ganze Geschlechtsteil. Bei Verwendung einer Elektrode im After und einer am Penis besteht die Möglichkeit, dass bei sehr hohen Stromstärken Schmerzen in den Hoden auftreten. Dies ist in der Regel ungefährlich und hält auch nur so lange an, bis kein Strom mehr fließt.

bei der Frau:

  • die Vagina
  • die Klitoris
  • der G-Punkt
  • die großen und kleinen Schamlippen
  • der Dammbereich - also der Bereich zwischen Anus und Vagina
  • der Schließmuskel
  • Pobacken und Innenseite der Oberschenkel

Es gibt große individuelle Unterschiede in der Empfindung. Finden Sie ihre persönlich bevorzugten Stellen am besten durch Experimentieren heraus. Vorsicht an den Schamlippen und der Klitoris: Diese Stellen sind besonders sensibel. Hier kann es leicht zu brennenden Schmerzen kommen. Das können Sie aber durch größere Elektroden vermeiden. Kleine Kontakte (Klammern, Piercings etc.) sind nur zur Strafe geeignet. Großflächige Elektroden in der Vagina und/oder im Anus sind ideal. Hier kann der Strom, je nach Stärke, vom leichten Kribbeln bis zu starkem Klopfen oder Vibrieren alle Abstufungen bewirken und das Gefühl kann sich über den gesamten Unterleib ausdehnen. So ist bereits nach kurzer Zeit ein lang anhaltender, intensiver Orgasmus möglich.

Für beide Partner:

Brustwarze - Elektroden immer nur an einer Brust anbringen! Niemals an beiden! Brustwarzen und -höfe sind sehr empfindlich (weibliche und männliche Brust)

  • die Achseln - auch hier immer nur an einer Achsel!
  • der Nabel - Vorsicht bei Piercings! Direkter Kontakt kann sehr schmerzhaft werden.
  • die Kniekehlen - Vorsicht: Hier sind Nervenstränge, die die Waden versorgen. Krampfgefahr!
  • die Fußknöchel - Vorsicht: Hier sind Nervenstränge, für die Zehenbeuger. Krampfgefahr!
  • die Fußsohlen - Vorsicht im Spann: Auch hier verkrampfen leicht die Zehenbeuger.
  • die Zehen - Hier nicht mit Gleitgel sparen.

Selbstverständlich können Sie auch noch andere Stellen ausprobieren, aber fangen Sie dabei immer vorsichtig an. Achten Sie zuerst ohne Strom auf guten Kontakt und erhöhen Sie dann langsam die Intensität, bis es sich gut anfühlt. Sparen Sie nicht mit Gleitgel. Je besser der Kontakt, desto besser fühlt es sich an.
Die Praxis hat gezeigt, dass sich die Nerven schon nach wenigen Sekunden an den Strom gewöhnen. Daher ist es in der Regel nötig, die Spannung langsam zu steigern.

Violet Wand

Ein Violet Wand ist ein auf dem Tesla-Transformator basierendes Gerät zur Verabreichung hochfrequenter Wechselströme mit sehr hoher Spannung und niedriger Stromstärke. Bei Abstand zur Haut verursacht er bei der „behandelten“ Person leichte Elektroschocks, bei Hautkontakt ein wärmendes Gefühl. Der Vorteil eines Violet Wand gegenüber anderen Systemen zur Reizstrombehandlung besteht darin, dass es keine leitende Verbindung zum Stromerzeuger gibt, was die Gefahr eines gefährlichen elektrischen Schlages nahezu ausschließt. Ein Violet Wand ist also besonders sicher in der Anwendung. Des weiteren können, infolge der zwar sehr hohen Spannungen aber dafür extrem geringen Stromstärken, nahezu keine Muskelreizungen entstehen. Nur die Nerven in der Epidermis werden gereizt. An Genitalien und erogenen Zonen eingesetzt, entsteht so ein sehr erregendes Gefühl.

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