Bondage für Einsteiger

Lust auf Bondage? Wissenswertes für Einsteiger

Spricht man von Bondage, kann man die unterschiedlichsten Praktiken meinen.

Im weitesten Sinne geht es dabei natürlich um das Thema Fesseln und gefesselt werden. Bei sexuellen Fantasien ist es vor allem die Wehrlosigkeit bzw. die Macht, die man über den gefesselten Partner erlangt, die den Reiz dieser Spielart ausmacht. Fesselspiele werden natürlich nicht nur im BDSM Bereich genossen, sondern sind, in der soften Variante, auch bei Vanilla-Paaren außerordentlich beliebt und für viele Einsteiger der erste Schritt in Richtung handfester BDSM-Session.

Egal, welche Hilfsmittel beim Bondage zum Einsatz kommen – ob Handschellen, Ledermanschetten oder Seil - man sollte stets im Hinterkopf behalten, dass gutes Bondage immer ein Ausdruck von Liebe, Respekt und Achtung voreinander ist. Gegenseitiges Vertrauen stellt somit einen der wichtigsten Grundpfeiler des Bondage dar. Anfänger-Paare die sich an das Thema Bondage heranwagen stellen oftmals fest, dass sie sich gegenseitig durch das Spiel mit den Seilen ganz neu entdeckten und auch nach langjähriger Beziehung plötzlich mit einer bislang unbekannten Sinnlichkeit begegnen.

Fesselndes aus dem eigenen Haushalt

Im heimischen Kleiderschrank finden sich in der Regel ausreichend Strümpfe, Halstücher, Schals oder Krawatten. Diese Utensilien sind für Anfänger perfekt geeignet, denn sie sind stets verfügbar, fühlen sich angenehm auf der Haut an und die Knoten lassen sich schnell und einfach wieder lösen. Nylonstrümpfe und -strumpfhosen sind allerdings weniger zu empfehlen, denn die Knoten ziehen sich dermaßen fest zusammen, dass oftmals nur noch die Schere hilft. Und das wäre schade um die schönen Strümpfe. Auch auf Wäscheleinen, Kabelbinder oder Paketband sollte unbedingt verzichtet werden. Denn werden die Fesseln zu fest angezogen, schneiden diese Materialien unangenehm in die Haut ein, können also Schürfwunden oder einen Blutstau verursachen, der schlimmsten Falls Durchblutungsstörungen zur Folge hat. Also Finger weg von Baumarktartikeln, sonst kann aus prickelnder Erotik schnell eine unschöne Erfahrung werden.

Das passende Bondagegeseil

Ist die Wäscheschublade geplündert und der erste Schritt gewagt, kommt schnell Lust auf, professionelles Bondage-Equipment auszuprobieren. Der Klassiker sind natürlich Seile. Sehr zu empfehlen sind Seile aus Naturmaterialien wie Hanf, Jute oder Baumwolle. Diese Materialien schonen nicht nur unsere Umwelt, da es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt, sondern sind vor allem auch besonders strapazierfähig und belastbar. Für Bondage geeignete Kunststoffseile gibt es natürlich ebenfalls, diese fühlen sich aber oftmals nicht so sinnlich an, wie Seile aus natürlichen Materialien, sind dafür allerdings preisgünstiger. Auch bei Seilen sollte aus Equipment aus dem Baumarkt verzichtet werden, da alles, was mit nackter Haut in Berührung kommt, garantiert schadstofffrei sein muss. Am Besten, man probiert zusammen mit dem Partner aus, welches Seil für die geplanten Fesselspiele am angenehmsten empfunden wird. Beim Fesseln mit Seil sollte auf jeden Fall beachtet werden, dass sich die Seile nicht ungeplant enger ziehen dürfen. Wie der Grundknoten funktioniert, der für die Fixierung einer Hand oder beider Hände am Bett benötigt wird, zeigen wir weiter unten. Mit ein wenig übung bekommt man den Knoten im Handumdrehen hin und kann dann sofort mit der Bondage-Session beginnen.

Metall- & Lederfesseln

Metall- und Lederfesseln gibt es in zahlreichen Ausführungen und Preisklassen. Und das erste Paar professioneller Fesseln gemeinsam einzuweihen, ist bei uns BDSMlern in der Partnerschaft immer etwas ganz Besonderes und Intimes. Mit ein Paar guten Lederfesseln kann man eigentlich nie etwas falsch machen. Es muss für den Anfang auch nicht gleich das Premium-Modell sein. Kunstleder ist übrigens eine preisgünstige und strapazierfähige Alternative zu echten Lederfesseln, nicht nur für Veganer. Für Einsteiger eignen sich Fesseln mit einer weichen Polsterung hervorragend, da diese einen besonders hohen Tragekomfort bieten.

Metallfesseln sind gegenüber Lederfesseln zwar nicht so bequem, besitzen dafür aber eine unbestreitbar elegante Optik und sind durch ihr hohes Eigengewicht immer deutlich spürbar, was einen ganz speziellen Reiz ausmacht. Alle, für den BDSM-Bereich angefertigten, Metallfesseln sind so geschliffen, dass sie nicht in die Haut einschneiden und sich angenehm tragen.

Bei klassischen Handschellen sollte man allerdings drauf achten, dass diese mit einer Verriegelung bzw. Arretierung ausgestattet sind, damit sie sich beim Spielen nicht zusammenziehen. Und dann wäre da natürlich noch die Sache mit dem Schlüssel, der stets griffbereit liegen sollte, schließlich möchte man die Nachbarn nicht nach einer Metallsäge fragen.

Die erste Bondagesession

Vor einer Bondagesession ist es ratsam, sich auf ein Safeword zu einigen, damit der Gefesselte dem Partner jederzeit unmissverständlich signalisieren kann, dass die Situation sofort abzubrechen ist, sobald er sich unwohl fühlt. Das Signal zum Abbruch muss nicht zwingend verbal erfolgen, denn oftmals kommen bei der Session auch Knebel zum Einsatz. In diesem Fall ist es zwingend notwendig, auch die nonverbalen Signale des Partners lesen zu lernen. Am Einfachsten geschieht dies per Händedruck. Zudem ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Fesseln auch nicht zu fest sitzen und die Hände des Partners sanft zu massieren, sobald die Durchblutung schlechter wird, die Hände also kalt werden oder sich leicht verfärben. Gerade für den Anfang gilt es, nichts zu überstürzen, denn je schöner das Erlebnis, desto mehr Lust haben beide Partner, die Erfahrung zu wiederholen.

Es kann zudem niemals schaden, sich grundlegende Anatomiekenntnisse anzueignen. Das Seil gehört zum Beispiel unter gar keinen Umständen um den Hals, aber auch Bereiche wie Achsel, Ellenbeuge, Handgelenk oder Leiste können sehr empfindlich reagieren und ein stetiger Druck in diesen Bereichen zu gesundheitlichen Problemen führen. Wer sich genauer über dieses Thema informieren möchte, findet in einem guten Bondagehandbuch kompetente Unterstützung.

Natürlich solltest man zusammen mit dem Partner im Rahmen der Session auch genügend Zeit einplanen, um sich im Anschluss in aller Ruhe auszutauschen. Was war besonders schön, was vielleicht eher nicht so gut? Was soll das nächste mal ausprobiert werden? Wie bei allen Spielarten des BDSM steht und fällt eine gute Session mit der Kommunikation.

Nun aber genug der Worte, jetzt geht es an die Gundkonten! Wir wünschen viel Spaß und gutes Gelingen.

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